Ökostrom steigt bei den Verbrauchern in der Beliebtheit

Ökostrom

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2010 hat jeder vierte Kunde, der auf CHECK24 einen Stromanbieterwechsel vorgenommen hat, einen Ökostrom-Tarif abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr ist somit der Anteil der Wechsler zu einem Ökostrom-Anbieter gestiegen. 2009 entschied sich nur jeder Fünfte für "grünen" Strom.

Mit der Wahl eines Ökostrom-Tarifs kann der Kunde nicht nur einen positiven Beitrag für die Umwelt, sondern auch für die eigenen Finanzen leisten. Denn in allen 50 größten Städten Deutschlands gibt es mindestens einen Ökostrom-Tarif, der günstiger ist als der jeweilige lokale Versorger.

Sparpotenzial von über 360 Euro pro Jahr

Der Wechsel in einen Tarif mit RECS-Zertifikat spart besonders viel Geld. In den untersuchten Städten liegt die Ersparnis bei durchschnittlich 257 Euro pro Jahr. In der Spitze ist eine Stromkostenreduktion von einem Drittel (in Mannheim, 364 Euro jährlich) möglich.

Tarife mit dem TÜV- oder OK Power-Siegel sind etwas teurer. Die durchschnittliche Ersparnis liegt hierbei allerdings immer noch bei knapp 170 Euro p.a. Spitzenreiter ist die Stadt Mainz; hier kann man über 282 Euro pro Jahr (22 Prozent) sparen.

Zertifikate geben Auskunft über die Qualität des Ökostroms

Unter Ökostrom versteht man alle Stromarten, deren Erzeugung ökologisch vertretbar ist. Dies kann bedeuten, dass der Strom entweder aus regenerativen Ressourcen gewonnen oder dass die Herstellung des ökologischen Stroms gefördert wird. Beispiele hierfür sind Solarenergie, Geothermie (Erdwärme), Wind- und Wasserkraft sowie die Verbrennung von Biomasse (organische Abfälle) und nachwachsenden Rohstoffen.

Die verschiedenen Ökostrom-Siegel kennzeichnen den tatsächlichen Anteil des ökologischen Stroms an dem Ökostrom-Tarif. Um das Label der Landesgewerbeanstalt Bayern "Öko-Strom (regenerativ)" tragen zu können, muss der Anbieter seinen Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen erzeugen.

Das TÜV-Siegel gibt Auskunft darüber, dass der Strom mindestens zur Hälfte aus regenerativer Energie und zur anderen Hälfte aus umweltfreundlichen Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung stammt.

Noch kritischer bewertet EcoTopTen (Ökoinstitut e.V.) die Stromprodukte: Neben den ökologischen Bedingungen (siehe Vorgaben für das TÜV-Siegel) muss das Stromunternehmen auch bestimmte Vertragsbedingungen, Preise und Serviceangebote erfüllen.

Das OK Power-Siegel von Energie Vision e.V. (gegründet von WWF, Ökoinstitut e.V. und der Verbraucherzentrale NRW) sagt aus, dass die Nachfrage nach dem zertifizierten Ökostrom einen Beitrag zum Anstieg der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen leistet.

Mit den RECS-Zertifikaten (Renewable Energy Certificate System) wird konventioneller Strom in Ökostrom umetikettiert. Ziel ist die Förderung des Ausbaus regenerativer Energien in Europa.

Quelle: CHECK24
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